Jérémy Demester, installation view, 2018

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Le retable de Weidingen, aka la fille du Diable, 2018, outside: paint on aluminium, steel , inside: oil on plywood, opened: 400 x 540 cm, closed: 400 x 270 cm

Jérémy Demester, Blo deh deh, 2018, diesel fuel pigments on canvas, approx. 230 x 160 cm

Jérémy Demester, Les ampoules, 2018, diesel fuel pigments on coffee bags on canvas, approx. 230 x 160 cm

Jérémy Demester, Homies, 2018, diesel fuel pigments on coffee bags on canvas, approx. 230 x 160 cm

Jérémy Demester, Meda, 2018, diesel fuel pigments on canvas, 195 x 130 cm

Jérémy Demester, Tupac Amaru Shakur, 2018, diesel fuel pigments on canvas and embroidery, approx. 230 x 160 cm

Jérémy Demester, installation view, 2018

JÉRÉMY DEMESTER

28. JULI – 26. AUGUST 2018

In seinem Werk untersucht Jérémy Demester das Wesen von Kunst und seine Verbindung zu den Gründungsmythen unserer Welt. Seine Gemälde und Skulpturen nähern sich so diversen Themen wie Symbolismus, Alchemie, Schicksal oder Vorbestimmung und sind stets überlagert von unterschiedlichen und manchmal kryptischen Bedeutungen.  Kollaborationen mit Handwerkern, Schülern, Wissenschaftlern, Philosophen oder Freunden spielen eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess und sind gemeinsam Teil von La Demestria, dem selbsternannten kreativen Kosmos des Künstlers.

Für die Ausstellungshalle in Weidingen schuf Demester einen imposanten Altar, der unterschiedliche Techniken seiner künstlerischen Praxis vereint. Mit geschlossenen Flügeln greift der Altar Demesters Werkserie Vins d'Anjou auf, eine Gruppe von Bildern, welche die Farbe von Blut vor seiner Oxidation nachempfinden. Fließt Blut durch unsere Venen, erscheint es zunächst in bläulichen bis gelblichen, manchmal sogar durchsichtigen Nuancen. Erst wenn es mit Luft in Kontakt kommt, erhält es seine charakteristische, tiefe rote Farbe. 
Die metallische, äußere Oberfläche der Flügel zerstreut das darauf scheinende Licht anstatt es wie eine Leinwand zu absorbieren. Das Innere des Altars wiederum ist bedeckt von einem lebhaften Farbauftrag in leuchtendem Gelb, Orange, Rot und Blau. Wie züngelnde Flammen nehmen die Pinselstriche die gesamte Fläche des Triptychons ein und eröffnen den Blick auf eine träumerische, expressive Landschaft.

Mit Verweis auf seine nomadische Herkunft bezeichnet sich Demester selbst als 'Gypsy-Maler' und legt die Erforschung der eigenen Identität seinem Werk zugrunde. Als Nachfahre eines wandernden Volks ist der Künstler von einer Vielzahl unterschiedlicher Kulturen und Traditionen beeinflusst. 2015 zog ihn seine eigene Wanderlust nach Afrika, wo er zu einem Aufenthalt in die Zinsou Foundation in Benin eingeladen war. Während seines Besuchs in Cotonou faszinierten Demester vor allem die lokalen Bräuche, magischen Rituale und traditionellen Tänze, die von einem tiefen Verständnis und genauer Kenntnis der Natur und spirituellen Welt inspiriert sind. 2018 kehrte er nach Benin zurück und fertigte eine Reihe neuer Arbeiten, die in Weidingen zum ersten Mal gezeigt werden.

Jérémy Demester

Jérémy Demester

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