Sommer Ausstellung 2018

Eröffnung 27. Juli 2018, 17 Uhr

28. Juli – 26. August 2018, täglich 16 bis 19 Uhr

Rebecca Warren

Eröffnung 27. Juli 2018

Günther Förg

Mit Bildern von Günther Förg aus der Sammlung Friedrichs

Eröffnung 27. Juli 2018, 17 Uhr

28. Juli – 26. August 2018, täglich 16 bis 19 Uhr

Jérémy Demester

Eröffnung 27.07.2018, 17 Uhr
28.07 - 26.08.2018,
täglich 16 bis 19 Uhr

Rebecca Warren

Eröffnung 27.07.2018, 17 Uhr

Bibliothek
Günther Förg

Mit Bildern aus der Sammlung Friedrichs

Eröffnung 27.07.2018, 17 Uhr
28.07 - 26.08.2018,
täglich 16 bis 19 Uhr

Mats Gustafsson
Sofia Jernberg
Erwan Keravec

Solo- und Gruppenkonzerte
27. und 28. Juli 2018 ab 17 Uhr

Jérémy Demester

28.07 - 26.08.2018, täglich 16 bis 19 Uhr

In seinem Werk untersucht Jérémy Demester das Wesen von Kunst und seine Verbindung zu den Gründungsmythen unserer Welt. Seine Gemälde und Skulpturen nähern sich so diversen Themen wie Symbolismus, Alchemie, Schicksal oder Vorbestimmung und sind stets überlagert von unterschiedlichen und manchmal kryptischen Bedeutungen.  Kollaborationen mit Handwerkern, Schülern, Wissenschaftlern, Philosophen oder Freunden spielen eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess und sind gemeinsam Teil von La Demestria, dem selbsternannten kreativen Kosmos des Künstlers.

Für die Ausstellungshalle in Weidingen schuf Demester einen imposanten Altar, der unterschiedliche Techniken seiner künstlerischen Praxis vereint. Mit geschlossenen Flügeln greift der Altar Demesters Werkserie Vins d'Anjou auf, eine Gruppe von Bildern, welche die Farbe von Blut vor seiner Oxidation nachempfinden. Fließt Blut durch unsere Venen, erscheint es zunächst in bläulichen bis gelblichen, manchmal sogar durchsichtigen Nuancen. Erst wenn es mit Luft in Kontakt kommt, erhält es seine charakteristische, tiefe rote Farbe.
Die metallische, äußere Oberfläche der Flügel zerstreut das darauf scheinende Licht anstatt es wie eine Leinwand zu absorbieren. Das Innere des Altars wiederum ist bedeckt von einem lebhaften Farbauftrag in leuchtendem Gelb, Orange, Rot und Blau. Wie züngelnde Flammen nehmen die Pinselstriche die gesamte Fläche des Triptychons ein und eröffnen den Blick auf eine träumerische, expressive Landschaft.

Mit Verweis auf seine nomadische Herkunft bezeichnet sich Demester selbst als 'Gypsy-Maler' und legt die Erforschung der eigenen Identität seinem Werk zugrunde. Als Nachfahre eines wandernden Volks ist der Künstler von einer Vielzahl unterschiedlicher Kulturen und Traditionen beeinflusst. 2015 zog ihn seine eigene Wanderlust nach Afrika, wo er zu einem Aufenthalt in die Zinsou Foundation in Benin eingeladen war. Während seines Besuchs in Cotonou faszinierten Demester vor allem die lokalen Bräuche, magischen Rituale und traditionellen Tänze, die von einem tiefen Verständnis und genauer Kenntnis der Natur und spirituellen Welt inspiriert sind. 2018 kehrte er nach Benin zurück und fertigte eine Reihe neuer Arbeiten, die in Weidingen zum ersten Mal gezeigt werden.

VIDEO: ARTIST TALK

Rebecca Warren

Man and the dark, 2016, ist eine großformatige Skulptur aus Bronze. Sie zeigt ein Paar nackter, vorwärts- schreitender Beine in hohen, schweren Schuhen. Ihre Formen sind grob, kurvig und cartoon-ähnlich. Die Oberfläche ist bearbeitet, abgegriffen, scheinbar pockennarbig, leicht schimmernd, wie aus sich heraus leuchtend. Die Beine stehen auf einer Platte auf in Bronze gegossenen Rädern, die in unterschiedliche Winkel gestellt sind. Ihre Ausrichtungen stellen sich der ausschreitenden Dynamik der Beine entgegen. Ein hoher eindruckvoller Stahlsockel, der in einem glänzenden Milchschokoladenbraun bemalt ist, erhebt die Beine auf Augenhöhe. Warren sagt dazu, sie hatte eine Art „Boccioni wiederholende Form“ im Kopf, in der sich „die konkurrierenden Wege und Energien menschlicher Bestrebungen und Torheiten gleicher- maßen vermischen“.

Die britische Künstlerin Rebecca Warren (geboren 1965 in London) ist bekannt für ihre Skulpturen, Montagen und Konstruktionen aus einer Vielzahl verschiedener Materialien wie Ton, Bronze, Stahl und Neon. Über ihr Werk sagt sie selbst: „es kommt aus einem sonderbaren Nirgendwo, dann, langsam, tritt es ans Licht. Es gibt Impulse, halb sichtbare Formen, Dinge, die vielleicht über Jahre in einem steckten oder auch erst kürzlich hinzugekommen sind. Es sind Teile der ganze Welt, die durch einen hindurchgehen, wie durch einen Filter...“

Bibliothek Günther Förg

Mit Bildern von Günther Förg aus der Sammlung Friedrichs

Eröffnung 27. Juli 2018, 17 Uhr
28. Juli – 26. August 2018, täglich 16 bis 19 Uhr

Günther Förg (1952–2013)

In diesem Jahr präsentiert Bibliothek Günther Förg drei Arbeiten von Günther Förg aus der privaten Sammlung von Brunhilde und Günther Friedrichs. Über Jahre hat Günther Förg mehrere, nahezu identische Bibliotheken in seinen Ateliers und Wohnungen in der Schweiz und Deutschland aufgebaut. Die Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst in Weidingen besitzt eine dieser Bibliotheken mit ca. 3.000 Büchern aus der Sammlung von Förg. Das eigens dafür neu errichtete Gebäude liegt inmitten des alten Ortskerns von Weidingen und bietet Raum für Ausstellungen, Lektüre und die Bibliothek selbst.

Neben zwei schwarz-weiß Fotografien, die Mies van der Rohes berühmten Barcelona Pavillon abbilden, wird ein großformatiges Gemälde aus Förgs Serie der sogenannten „Gitterbilder“ gezeigt. Als klassisches Symbol moderner Abstraktion erscheint das Gitter – teils dicht, teils luftig – bei Förg befreit von jeglichen künstlerischen Dogmen. Oft die Form eines Fensters aufgreifend, markiert diese Werkgruppe das stete Interesse des Künstlers an architektonischen Strukturen und der Körperlichkeit des Kunstwerks selbst.

Mats Gustafsson
Sofia Jernberg
Erwan Keravec

Solo- und Gruppenkonzerte
27. und 28. Juli 2018 ab 17 Uhr

VIDEO: ONE MINUTE CONCERTS at Bibliothek Günther Förg
VIDEO: GROUP CONCERT